Kindeswohlgefährdung ? Vorsicht Willkür!


Plötzlich steht das Jugendamt vor der Tür und bittet um ein Gespräch.
Sie haben sich nichts zuschulden kommen lassen, ihren Kindern selbstverständlich nie etwas Böses angetan und
Sie wissen aus den Medien, dass die Jugendämter sich nur einschalten, wenn Missbrauch oder Gewalt im Spiel ist?
Die Eltern von rund 50000 Kindern, die jährlich von den Jugendämtern aus ihren Familien gerissen wurden,dachten ebenso.
Wenn sich das Jugendamt einschaltet, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken klingeln.


Zum rechtlichen Hintergrund:
Der Staat hat die Aufgabe unsere Kinder von Missbrauch, Gewalt und vor der so genannten „Kindeswohlgefährdung“ zu schützen.
Das ist natürlich grundsätzlich richtig so.

Aber bei noch nicht einmal 20 % der Inobhutnahmen durch die Behörden liegt auch nur der Verdacht auf Gewalt oder
Missbrauch vor. In den meisten Fällen werden Kinder aus dem Familien gerissen, weil die Eltern nach Meinung der
Jugendämter überfordert oder einfach nicht erziehungsfähig sind. Mit der Gummiaussage „Kindeswohlgefährdung“ kann
man nämlich einfach alles begründen. Unser Staat verlässt mit einer solchen Formulierungsmöglichkeit die
Rechtssicherheit und schafft die Grundlage für jede Form der Willkür.

Stehen sie erstmal im Verdacht mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert zu sein, kann alles, was Sie nun tun oder
sagen vom Jugendamt gegen Sie verwendet werden. Sie befinden sich nun in einer Situation, in der Sie praktisch nichts
mehr richtig machen können. Jedes Wort kann Ihnen im Munde herumgedreht werden. Seien Sie jetzt bitte äußerst vorsichtig:
Jedes Wort, jeder Äußerung, jeder harmlose Scherz, jede kleine Verletzung, die sich ihr Kind beim Spielen zugezogen hat,
sogar jede Erzählung aus ihrer eigenen Jugend, kann für Sie jetzt zum unkalkulierbaren Risiko werden.Geben sie Schwierigkeiten
zu, kann das Jugendamt vermuten, dass in Wirklichkeit alles noch sehr viel schlimmer sei. Streiten Sie die Schwierigkeiten ab,
kann dies als Beweis dafür interpretiert werden, dass Sie nicht bereit sind mit dem Amt zusammenzuarbeiten und Hilfe anzunehmen.

Will die Staatsanwaltschaft einen Straftäter in Haft nehmen, müssen einem Gericht entsprechende Beweise vorgelegt werden.
Der Richter entscheidet danach ob er einen Haftbefehl ausstellt oder nicht.

Völlig anders läuft's bei der Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII ab. Ohne Vorwarnung und Gerichtsbeschluss hat das
Jugendamt jederzeit die Möglichkeit, Ihnen Ihre Kinder wegzunehmen und fremd unterzubringen. Für den Verdacht und
die Inobhutnahme reichen oft unbedeutende Anlässe aus.

Erst wenn das Jugendamt eine Kindeswohlgefährdung gebastelt hat und die Kinder aus der Familie herausgenommen wurden,
stellt das Amt dann beim zuständigen Familiengericht einen Antrag auf Entzug des elterlichen Sorgerechts und Fremdunterbringung.

Üblicherweise beauftragt das Gericht nach Anhörung aller Beteiligten einen Gutachter.
Das Gutachten soll dann Aufschluss darüber geben, ob eine „Kindeswohlgefährdung“ vorliegt oder nicht.
Auf eine schnelle Entscheidung des Gerichts braucht man nicht hoffen. Das Gerichtsverfahren kann Monate,
oder wenn auch noch das Oberlandesgericht eingeschaltet wird, sogar Jahre dauern.

In dieser Zeit entscheiden die Jugendämter wie oft und ob Sie Ihre Kinder sehen dürfen.
Mit Ausreden werden ihre Bitten um Kontakt zu ihren Kindern verhindert. Sie dürfen sich so etwas anhören wie:
Die Kinder müssten zur Ruhe kommen oder auf ihrer Pflegestelle doch erst einmal ankommen. Die Kinder seien
traumatisiert durch die schlechten Erfahrungen mit den Eltern. Finden Besuchskontakte statt werden diese unter
Aufsicht stattfinden und die Gespräche werden kontrolliert. Eltern bekommen einen Maulkorb und dürfen nicht offen reden.

Wenn Sie dann noch mit dem Gutachter Schwierigkeiten haben oder gar die Zusammenarbeit verweigern, so wird ihnen
daraus auch wiederum ein Strick gedreht werden. Wenn Sie mit den Behörden zusammenarbeiten wollen, glauben sie nicht,
der Gutachter sei beauftragt worden um Ihnen zu helfen. Vorsicht, möglicherweise wird der Gutachter entscheiden,
dass Sie selbst erst einmal eine lange Psychotherapie machen müssen, bevor eventuell darüber nachgedacht werden
kann das Sie ihre Kinder unbegleitet sehen können oder das sie zu Ihnen nach Hause kommen.

Sie sind sich sicher, das es Sie nicht betrifft?
Sie haben nichts von den Jugendämtern zu befürchten, weil Sie sich lieber eine Hand abhacken lassen,
wie ihre Kinder zu misshandeln oder ihnen zu schaden? Die Eltern von rund 50.000 Kindern, die jährlich von den
Behörden aus ihren Familien gerissen wurden, dachten ebenso.

In mehr als 80 % der Fälle lag nicht einmal der Verdacht auf Misshandlungen vor. Etwa 40.000 Kinder wurden
von den Behörden in Obhut genommen, weil ihre Eltern vom Jugendamt als nicht erziehungsfähig eingestuft wurden.

Die Formulierung „Kindeswohlgefährdung“ ist der Freibrief, mit der man sehr oft unberechtigt oder
sogar auch bösartig jede Familie zerstören kann!